Literatur

Ilona Krömers lange „Schattenjahre“

Montag, März 27, 2017
Ilona Krömers lange „Schattenjahre“

Ein Suizid im Familienkreis stellt die Betroffenen vor einen emotionalen Scherbenhaufen. Zwischen Trauer, Schuldzuweisungen und der unbeantworteten Frage nach dem „Warum“ scheint es nahezu unmöglich, das Leben wieder in geordnete Bahnen zu lenken. Krömers persönliche Schilderung berührt, rüttelt wach und schenkt den Betroffenen viel Hoffnung.

Tabuthema Suizid

Jahr für Jahr sterben etwa 10.000 Menschen in Deutschland durch die eigene Hand. In der Statistik liegt die Todesursache Suizid vor den Verkehrsunfällen. Auch Jugendliche sind vermehrt davon betroffen. Trotzdem ist Suizid immer noch ein tabuisiertes Thema. Ilona Krömer versucht in ihrem Buch „Schattenjahre“ durch die authentische Schilderung ihrer persönlichen Geschichte Betroffenen zu helfen, Scham und Schuld hinter sich zu lassen und wie sie selbst mit einer positiven Denkweise in die Zukunft zu schauen.

Die Geschichte der Ilona Krömer

Ilona lebt in einer heilen, glücklichen Welt mit Mann und Kindern und in engem Kontakt mit ihren eigenen Eltern. Der Suizid ihrer depressiven Mutter lässt diese Welt abrupt zusammenbrechen. Aus Angst, auch ihren Vater zu verlieren, nimmt sie ihn bei sich auf, kann jedoch seinen Selbstmord nicht verhindern. Mithilfe ihres Glaubens und durch ihren offenen Umgang mit der Situation gelingt es ihr Schritt für Schritt, einen Weg heraus aus dem tiefen Tal zu finden. Die Leser lässt sie an diesem emotional sehr berührenden Weg teilhaben. Innere Heilung, Mut, Ehrlichkeit und Kraft zeichnen ihre Schilderung aus.

Bildquelle: www.buchbinderei-kroemer.de