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Besinnliche Weihnachtsgedichte – eine kleine, aber feine Auswahl

Samstag, November 26, 2016
Besinnliche Weihnachtsgedichte – eine kleine, aber feine Auswahl

„Von draußen, vom Walde komm ich her, ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr“, beginnt das wohl bekannteste deutschsprachige Weihnachtsgedicht. Theodor Storm hat das unter dem Titel „Knecht Ruprecht“ berühmt gewordene Poem schon 1862 verfasst. In der deutschen Gedichtslandschaft gibt es noch viele solche Perlen, die am Adventskranz oder Weihnachtsbaum vorgetragen sofort für besinnliche Atmosphäre sorgen.

Kindergerechte Gedichte zählen zu den Klassikern

„Morgen kommt der Weihnachtsmann, kommt mit seinen Gaben“ – haben Sie sich nicht einmal das Warten auf die Bescherung mit diesen Zeilen vertreiben? Heinrich Hoffmann von Fallersleben hat es 1835 niedergeschrieben, es existieren auch Singmelodien für diese Zeilen. Auch „Die heil’gen Drei Könige“ von Heinrich Heine zählt sicher zu den bekanntesten Weihnachtsgedichten, die Kinder auswendig lernen können.

Wer es etwas moderner mag, wird kaum an Kurt Tucholsky vorbeikommen. „Nikolaus der Gute, kommt mit einer Rute“, begann 1919 Tucholsky seine Zeilen, in denen er Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg Frieden wünschte. Während viele besinnliche Weihnachtsgedichte christlich geprägt sind, betont Tucholsky die vereinende Kraft des Schenkens.

Mit Weihnachtsgedichten Stimmung schaffen

In dieselbe Richtung zielte der deutsche Dichter Georg Thurmair mit seinem „Wer jetzt daheim ist“. Diese Zeilen, erst nach dem Zweiten Weltkrieg veröffentlicht, haben ihren Zauber nicht verloren. Probieren Sie es doch aus: Zwei, drei besinnliche Weihnachtsgedichte machen aus den Festtagen in der Familie etwas Besonderes.